Müssen wir dafür nach Dänemark? Nö.

Heute schreibt Kathrin Reitz für den MeinPilates Blog:

Mein-Hygge-Pilates“

Kürzlich habe ich in der Aachener Zeitung einen Artikel von Sirit Coeppicus über das dänische Phänomen „Hygge“ gelesen, das derzeit in aller Munde ist. Der dänische Glücksforscher Meik Wiking vom internationalen Glücksforschungsinstitut Kopenhagen (doch, so etwas gibt es tatsächlich!) definiert das neue Lifestyle-Empfinden demnach so:

Hygge ist die Kunst, eine schöne Atmosphäre zu kreieren. Das alltägliche Streben nach Glück.

Und das haben die Dänen scheinbar richtig gut drauf. Laut Meik Wiking ist „Hygge“ dabei die Mischung aus Lebensbefriedigung, alltäglichem Gefühl und der individuellen Bedeutung des Lebens. Dazu kommt noch die soziale Komponente, das Zusammensein mit anderen Menschen ist ebenfalls wichtig und gehört zu dem typischen „Hygge-Gefühl“ unbedingt dazu. Das Wort beschreibt aber nicht nur ein gemütliches, behagliches und beglückendes Lebensgefühl, nein, es eignet sich auch zur Beschreibung von geliebten Dingen wie etwa „Hyggebukser“ (dänisch für Lieblingshose), „Hyggesnak“ (gemütliche Unterhaltung ohne Kontroversen), Orten und Personen (Lieblingsonkel wäre dann „Hyggeonkel“).

Da ich mein Studium in Hamburg absolviert habe und viele, viele schöne Urlaube bei den dänischen Nachbarn verbringen durfte, kenne ich diese dänisch-entspannte Atmosphäre aus eigener Erfahrung bestens und habe schon vor vielen Jahren gewusst, wie sich „Hygge“ anfühlt, lange bevor ich das Wort zum ersten Mal gehört habe. Ein Dänemarkaufenthalt war schon immer verbunden mit dem Gefühl von etwas heilerer Welt unter tiefblauem Sommerstrahlehimmel, betupft mit Wattewölkchen oder von Geborgenheit in heimeligen Holzhäusern bei grauneblig diesigem Winterwetter, bei dem man in kuscheliger Zufriedenheit zur Ruhe kommen konnte. Dieser tiefe innere Frieden, der sich schon kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze einstellte und der mir half, mich nach der Hektik des Großstadtalltags wieder auf das Wesentliche zu besinnen, hatte viel mit erlebter Gemeinsamkeit unter Freunden zu tun.

Diese herrlichen Auszeiten schmeckten je nach Jahreszeit entweder nach Käsekuchen mit Blaubeeren, roter Grütze mit Vanillesoße, nach Softeis, Lakritz und Pfefferminzbonbons, nach gegrilltem Fisch mit Salta und Bratkartoffeln sommerabends am Strand oder auch nach Zimtschnecken, Irish Coffee mit viel Sahne oder Glühwein, deftigem Eintopf und duftendem frischen Brot mit Butter und Käse im Winter.

Einfach „Hygge“ würden wir wohl heute dazu sagen.

Dieses so besondere Wohlgefühl kenne ich allerdings heute, Jahrzehnte später, glücklicherweise auch aus meinem derzeitigen Stadtleben in Aachen fernab von Meer und Dünen – sowohl in meinem privaten Umfeld zuhause als auch in meiner Freizeit. An dieser Stelle muss ich allerdings etwas einschieben. Ich finde nämlich, dass der Glücksforscher vergessen hat zu erwähnen, dass „Hygge“ auch ganz viel mit Bewegung zu tun hat, mit diesem gewissen Wohlgefühl im eigenen Körper nach genussvoll-moderatem, durchaus forderndem aber niemals überforderndem Training. Dabei ist es ganz egal, ob man nun wandert, mit dem Rad fährt, joggen oder walken geht, Fußball oder Golf spielt, schwimmt, tanzt oder Gymnastik macht. Worauf es meiner Meinung nach ganz einfach ankommt, ist, dass die sportliche Beschäftigung die Seele berührt und bewegt und den Körper erfreut und fordert. Mein Seelchen hat sich nun schon immer am meisten über Tanz und Gymnastik gefreut, in den letzten Jahren in besonderem Maße über Pilates.

Pilates hat Kathrins Welt auf den Kopf gestellt 🙂

Mein Körper hat diese Art der Gymnastik in den letzten Jahren regelrecht lieben gelernt, wenn er auch anfänglich mit deutlich zickigen Antworten auf die ungewohnte Art des durchaus anspruchsvollen Ganzkörpertrainings reagiert hat. Wir zwei haben ja schon ein paar gelebt-„bewegte“ Jahrzehnte hinter uns und ich bin nicht immer nett zu ihm gewesen, zu meinem Körper. Mal habe ich ihn überfordert, dann ignoriert oder zu viel zu langem Sitzen gezwungen und das hat er mir heimgezahlt in den ersten Einheiten Pilates. Steife Brustwirbelsäule, Muskel-ungleichgewicht durch einseitiges Training, Verspannungen hier und Muskelkater in der Bauchmuskulatur dort.

Erst mit regelmäßigem Training ist mein Körper gnädig und zufrieden geworden und nun habe ich wirklich das Gefühl, wir sind wieder eine Einheit geworden, mein „altes Haus und ich“.

Jetzt macht es mir noch mehr Spaß zu laufen, mit den Hunden zu spielen oder im Garten zu buddeln. Aber am allerschönsten ist es noch immer zu tanzen oder in diesem kleinen, feinen „Hygge-Ableger“ in der Lothringerstraße 106, mitten im Frankenberger Viertel in Aachen, Pilatesstunden zu nehmen oder gar geben zu dürfen. An diesem Ort kommt wirklich alles zusammen, was „Hygge“ ausmacht: Täglich kommen hier supernette Menschen zusammen, um gemeinsam Pilates zu machen.

Die Atmosphäre ist einfach traumschön, gemütlich, völlig entspannt und ohne jegliche Kontroversen.

Und, wenn man sich „Hygge-satt“ geturnt hat, kehrt man mit wohligem Körpergefühl und prall aufgetanktem Seelchen wieder nach Hause zurück. Einfach schön!

Es kommt mir immer so vor, als strahle dieses körperliche „Hyggegefühl“ noch lange nach dem Pilates Training weiter, als höre es nicht auf, wenn die Stunde vorüber ist. Ähnlich jener Kreise, die ein Steinchen zieht, wenn man es ins Wasser wirft, durchflutet es erst einmal mich selbst, bringt mich zurück in meine Mitte, fließt durch meinen Körper und lässt mich dynamischer, ja merkwürdigerweise deutlich jünger fühlen als ich tatsächlich bin und schwappt in sanften Wellen weiter, fließt durch das gesamte Studio, wird reflektiert von der Gruppe von Menschen um mich herum, die sich ziemlich ähnlich zu fühlen scheinen, und begleitet mich schließlich nach Hause, bereichert mein persönliches Umfeld, meinen Mann und die Hunde und lässt mich zum Abschluss des Tages auch noch herrlich schlummern. Ausgeglichen und sehr zufrieden – „Hygge“ eben. Müssen wir dafür nach Dänemark?

Nö.

In Aachen zumindest genügt eine Fahrt ins Frankenberger Viertel. Also rein in die „Hyggebukser“ und ab zu „Hygge-Caro“.

Vor dem Training einen kleinen „Hyggesnak“ halten, leckeren „Hyggetee“ trinken und dann ab in genau das Lebensgefühl, das das MeinPilates Studio vermittelt. „Hygge“ geht eben auch ganz ohne Dänemark, für mich aber nicht (mehr) ohne Pilates (und schon gar nicht ohne Caro und „Mein-Hygge-Pilates“).

Carolin wurde fotografiert von Christine Bongartz.

Text von Kathrin Reitz:

http://www.kathrin-reitz-schreibt.de/kathrin-reitz

Bilder von Carolin Dyckhoff:

/https://www.instagram.com/finesbilderaachen

…und von Christine Bongartz:

https://www.instagram.com/fotografiene

Pilates und Stimme?

Am 4. März in Aachen

Ein Vortrag von Stimmste?! – Institut für Stimme und Persönlichkeit

„Superman oder Charlie Brown? Die Königsdisziplin Stimme
WANN? Samstag, 4. März um 17:00 Uhr (bis 18:30 Uhr)
WO? MeinPilates, Lothringerstraße 106, Aachen
SONST NOCH WAS? Vor und nach dem Vortrag gibt es Kekse und Tee 🙂

Es folgt ein Gastbeitrag von Ina Hagenau von Stimmste?!, die mit ihrer Schwester Astrid Hagenau am 4. März 2017 einen spannenden Vortrag im MeinPilates Studio halten wird.

Interessierte Aachener/innen (und auch darüber hinaus) sind herzlich eingeladen zu kommen!

„Was hat eine überzeugende Stimme mit Pilates zu tun?!

Hast Du Dich das schon gefragt, als Du die Ankündigung zum Stimmste?!-Vortrag im MeinPilates Studio gelesen hast?

„Ääähm vielleicht was mit Atmung…?“ „Pfff… keine Ahnung!“ 

Auf den ersten Blick haben die beiden Dinge vielleicht nicht so viel miteinander zu tun, auf den zweiten jedoch umso mehr…

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A little happy dance

Seit fünf Jahren bin ich jetzt als Inhaberin des MeinPilates Studios selbständig und ich weiß immer noch nicht, wie man dieses Wort eigentlich schreibt… na, das fängt ja gut an! Selbständig oder doch eher selbstständig? Es ist ja auch völlig egal, denn ich weiß jetzt ein bisschen, was es bedeutet, selbständig zu sein.

In Gedanken oder auch physisch bin ich seit dem 11.11.2011 immer in meinem Pilatesstudio. „Man könnte noch hier was verschönern“ und „Ich müsste mal wieder Tee/Klopapier/neue Trainingsmatten kaufen“ und „Man könnte ja auch noch diese Veranstaltung organisieren“ und … „Ach ja, die anstehende geliebte Umsatzsteuervoranmeldung“.

Diese Gedankenfetzen kreisen ständig in meinem Kopf herum. Ja, das Arbeitsleben ist eine einzige aufregende, nicht enden wollende Party geworden und ich bin die mehr oder weniger nüchterne Gastgeberin (in Leggings). Ich habe gelernt einigermaßen damit umzugehen. Für 2017 habe ich mir trotzdem vorgenommen nach fünf Jahren mal eine Woche lang komplett offline zu gehen.

Die GANZ wilden Experimente unserer heutigen Zeit!

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Pilates- und Yogaurlaub auf Juist

28. Mai bis 4. Juni 2017

Eine Woche Pilates & Yoga auf der autofreien Insel Juist

Seit vielen Jahren ist diese zauberhafte, verschlafene Insel mit ihrem weißen, weichen Sand und diesem nicht enden wollenden Strand mein persönlicher Rückzugsort und schon fast mein zweites Zuhause geworden.

Für mich war immer klar, dass an diesem besonderen Ort der Ruhe der erste MeinPilates Urlaub stattfinden muss. Im Jahr 2017 ist es endlich soweit und ich habe mir eine hochmotivierte Verstärkung namens Amelie Vesper mit ins Boot geholt.

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300 Stunden Pilates und ein Abschied

Es kommt zum Glück nur selten vor, aber gestern war einer dieser Tage im Studio: Eine Matte wird wieder frei, weil eine liebe Kundin nach Dresden zieht. Sie verlässt mein Studio nach über 300 Stunden Pilates.

Liebe Franzi! DANKE für dein selbst gebackenes süßes Abschiedsgeschenk und deine Karte! Die letzten fünf Jahre waren WIRKLICH zauberschön.

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